
Michael Wagner ist Architekt und Stadtplaner. Er führt Studio Loko in Zürich, ein Büro für Architektur und Städtebau. 2023 wurde er zum Professor für Architektur und Städtebau an die Universität Liechtenstein berufen, wo er die Fachgruppe Städtebau und Raumentwicklung leitet. Seit Februar 2026 ist Michael Wagner Dekan der Liechtenstein School of Architecture (LSA).
Seine Arbeit in Praxis, Lehre und Forschung konzentriert sich auf die nachhaltige Transformation mitteldicht besiedelter urbaner Landschaften. Er untersucht urbane Typologien und Siedlungsstrukturen ebenso wie Fragen der Mobilität und Energie – mit dem Ziel, eine klimapositiv und regenerativ ausgerichtete Planungs- und Baukultur zu stärken, die den Bestand weiterdenkt und Umbau als zentrale Entwurfsaufgabe versteht.
Von 2018 bis 2023 hat er die Städtebau-Vorlesungen im Bachelor-Studiengang am Departement Architektur der ETH Zürich gehalten. Von 2010 bis 2018 war er Assistent und Oberassistent an der Professur Kees Christiaanse und leitete den Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft. 2014 war er Gastprofessor Agenda Lehre an der TU München, 2017/18 Gastdozent für Städtebauliches Entwerfen an der Universität Liechtenstein. Michael Wagner beteiligt sich regelmässig an Forschungsprojekten und publiziert in den Bereichen Architektur, Städtebau und Raumentwicklung.
Vor kurzem wurden der Neubau des Recyclingzentrums der Stadt Zug und die Wohnüberbauung Klosterstrasse abgeschlossen, mehrere Studien und Umbauprojekte sind in Bearbeitung. Seit 2018 begleitet er die Stadt Lichtensteig in räumlichen Entwicklungsfragen, die 2023 vom Schweizer Heimatschutz den Wakkerpreis erhalten hat.
Er ist unter anderem Co-Autor der Studie Urban densification and its impact on energy use in Swiss cities, die 2020/21 im Auftrag des Schweizerischen Bundesamts für Energie durchgeführt wurde, und der Schlussberichte Aktionsplan und Leitfaden des KTI-geförderten Forschungsprojekts Zernez Energia 2020. Sein Interesse gilt den energetischen Konsequenzen und den Umweltauswirkungen städtebaulicher Entwicklung, um daraus Erkenntnisse für die zukünftige Städtebaupraxis zu gewinnen.
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